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Menschen mit Multipler Sklerose, die für ein Jahr einer pflanzenbasierten Low-Fat-Diät folgten (mit vor allem wenig gesättigten Fettsäuren) litten am Ende dieses Jahres viel weniger an Fatigue als ein Jahr zuvor. Auch gegenüber der Kontrollgruppe ohne spezielle Diät war die Fatigue deutlich reduziert, wie eine Kleinstudie aus Oregon zeigt.

Die Studie war die erste randomisierte, kontrollierte Studie, welche die potenziellen Vorteile der fettarmen Diät auf das Management der MS untersuchte. Die Studie ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich der Hirnläsionen im MRT. Die Studienleiter sind überzeugt, die deutlich verbesserten Ermüdungserscheinungen dieser Studie verdienen weitere, größer angelegte MS-Studien mit fettarmer Diät.

Abnorme Müdigkeit, genannt Fatigue, ist für viele MS-Betroffene ein Problem. Nicht wenige halten die Fatigue sogar für ihr größtes Problem, da dieses Symptom sie noch mehr einschränkt als beispielsweise Gehprobleme.

Die Studie untersuchte die Folgen der sogenannten McDougall-Diät von John McDougall. Diese wiederum fußt teilweise auf einer MS-Diät aus der 1940ern und 1950ern. Die McDougall-Diät enthält sehr wenig gesättigte Fettsäuren und basiert auf Stärke, Früchten und Gemüse sowie dem Verzicht auf Fleisch, Fisch und Milchprodukte.  Rohkost

Weder auf MRT-Läsionen noch Schubrate oder Behinderungsgrad hatte die Diät einen Einfluss im Vergleich mit der Kontrollgruppe. Doch die Fatigue nahm signifikant ab, ebenso das Gewicht der MS-Betroffenen, welche der Diät folgten und deren Cholesterinspiegel. Lebensqualität und Laune der Diätgruppe stiegen dagegen an.

Quelle: The Oregon Health & Science University Brain Institute, 05.01.2014
Redaktion: AMSEL e.V.