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Unser körpereigenes Belohnungssystem

Wie funktioniert unser

körpereigenes Belohnungssystem

Und was hat das mit Bewusster Ernährung zu tun?

Radieschensprossen

Sprossen – voll von Leben, Enzymen, Vitalstoffen

Die Bewusste Ernährung lässt uns unsere Entscheidungen über unsere Ernährung, unseren Tagesablauf, unsere Gewohnheiten kontrollieren bzw. funktioniert nach einiger Zeit intuitiv.  Bleichzeitig führt sie erste einmal zu einer Gewichtsabnahme bei den meisten Menschen, schon allein weil sie Wasser abtransportieren, welches durch zu viel Salz gebunden wurde. Aber auch langfristig pendelt sich das richtige Gewicht ein.

Das ist aber eigentlich nur der Nebeneffekt. Der Haupteffekt ist, dass die vielen Menschen, die zuckersüchtig oder zuckersensibel, fettsüchtig oder fettsensibel, salzsüchtig oder salzsensibel sind und damit ihr Essen nicht kontrollieren können, dass diese Menschen endlich wieder Kontrolle über ihr Essverhalten gewinnen.

Bei Essen aus Sucht führt das Essen dazu, sich schlecht  zu fühlen, zu Trägheit im Denken und Handeln, zu Kompensation mit Kaffee oder anderen Aufputschmitteln, zu Über- oder Untergewicht, Übersäuerung und allen möglichen damit verbundenen Leiden und Krankheiten.

Diese Ernährungsform ist gut für unseren Körper, für unser Bewusstsein, für unseren Geldbeutel, für die Umwelt, die Bauern (wenn wir gutes Gemüse auf dem Markt kaufen), für unsere Mitmenschen (Ausgeglichenheit, anti-depressiv), für unsere Kraft zu eigenen Entscheidungen, für die Tiere.

Was hat nun unser körpereigenes Belohnunssystem mit dem Essen zu tun? Unser Belohungssystem im Hirn wird gesteuert von den Neurotransmittern Serotonin, Dopamin sowie Endorphinen. Sie erzeugen in uns gute Gefühle, machen uns glücklich und werden ausgeschüttet, wenn wir etwas Sinnvolles für die Erhaltung und das Überleben unserer Art tun: Essen oder Sex oder neue Erkenntnisse gewinnen. Besonders glücklich scheint viele Menschen Nahrung mit vielen Kalorien, Süßes, Fettreiches, Salziges oder eine Kombination daraus zu machen. Die Nahrungsmittel-Industrie spricht vom „Glückspunkt“. Wenn sie den findet, können die Menschen, die darauf anspringen, nicht genug von diesem speziellen Essen bekommen, es ist wie der Kick durch Drogen. Und die Industrie verwendet viel Zeit und Mühe, diesen Glückspunkt zu finden – er ist der Garant für den Absatz des Produkts.

Das Problem dabei ist, dass diese Glückshormone bei Stimulierung durch hochkalorische Nahrung und andere Suchtstoffe schnell ausgeschüttet werden, unser Gehirn überschwemmen, um kurze Zeit später wieder zu fallen, uns „fehlt was“. Das kann man biochemisch erklären. Und wenn uns was fehlt, erinnern wir uns, was uns glücklich macht, und dann fällt uns ein, in der Packung war ja noch ein Keks, und weg ist er. Und wenn die Packung alle ist suchen wir nach spätestens 2 Stunden nach der nächsten Packung, unser Belohnungssystem will stimuliert werden. Ohne was zu denken finden wir uns am Kühlschrank wieder – am besten noch in der Werbepause, wo und gezeigt wird, das Schokolade glücklich macht. Das macht sie auch, aber zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie einen Biochemiker.

Donuts, süß und fettig

führen zu Überstimulierung unsere Belohnungssystems

Verstärkt wird der Prozess noch dadurch, dass ein Baby bei Schmerzen, Äußerungen von Unzufriedenheit o.ä. schnell mal ein Stück Schoki, einen Keks, ein Bonbon oder einen gesüßten Saft bekommt – so ist es schnell wieder ruhig. Und es lernt: wenn es mir schlecht geht, esse ich was Süßes, dann geht´s mir wieder gut. Der Kreislauf beginnt, das Belohnungssystem hat eine „Fehl-Programmierung“, denn vielleicht wollte das Baby Nähe zur Mama, aber bekommen hat es ein Bonbon – hilft erst mal. Ist der Mensch dann groß benutzt er vielleicht Zigaretten, Alkohol, Kokain, Heroin, Schmerztabletten… oder aber immer noch Zucker. Und läuft dann Kilometerweit, um nicht zuzunehmen. Oder kauft nachts ein, damit es keiner merkt, in verschiedenen Supermärkten oder Imbissbuden oder fährt von einem McDoof zum nächsten. Als ich auf Gran Canaria war saßen abends die Eltern mit ihren kleinen Kinder dort und ließen sich die Burger und Pommes und Frappe´s und das überzuckerte Eis, den schokoladetropfenden Kuchen schmecken. Wenn ein Kind sich merkt: als Belohnung, zum Geburtstag, wenn wir es schön haben wollen, gehe ich dorthin wo das große gelbe M dran steht – werden viele von ihnen immer wieder hingehen und sich den ungesunden Mix aus Fett, Zucker, Salz, Weizenmehl und tierischem Eiweiß ´reinziehen, besonders wenn sie meinen, es sollte ihnen gutgehen, tut es aber gerade nicht. Was im Nachgang dazu führt, dass es ihnen noch schlechter geht. Und so fahren die Hormone, der Insulinspiegel und viele andere Stoffe im Körper Achterbahn – und wir fahren mit, himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt.

Aber irgend etwas sagt dem einen oder anderen: das ist nicht gut für dich, du bist in einem Kreislauf gefangen. Und wenn in dir die Stimme ankopft, dann trag dich in den Newsletter ein, demnächst beginnt das Programm mit Coaching zur Entwöhnung, und du kannst bei den ersten sein.

Wenn du fühlen möchtest, wie dein Belohnungssystem im Körper wieder richtig funktioniert, wie sich das anfühlt, wenn du frei bist von der Sucht nach bestimmten Speisen und Getränken, dann melde dich HIER.

Frau mit Gemüse

Gesunder Genuss

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Für weitere Infos ist der Blog von Silke Rosenbusch sehr informativ.

Hier Klicken.

 
 
Ich gebe keine Heilversprechen für die Heilung schwerer Krankheiten. Bei ernsthaften Gesundheitsstörungen suchen Sie den Arzt/ Heilpraktiker Ihres Vertrauens auf. Die empfohlene Ernährung beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der o.g. Ärzte und Ernährungsexperten und ist durch langjährige Studien belegt, aber es gibt keine Garantie, jeder Mensch ist individuell

Alles pflanzlich, alles roh, alles gut?

Die pflanzliche Ernährung – nur noch roh oder vegan als Lösung aller Probleme?

Eine Zeit lang dachte ich, dass mensch alles roh und vegan essen sollte. In roher Nahrung ist noch der volle Vitalstoff-Gehalt, die Kerne sind keimfähig, Sprossen habe viel mehr Nährstoffe, die Fette sind nicht denaturiert. Die Kurse von Dr. Brian Clement, Franz Konz, Markus Rothkranz und vielen anderen zeigten mir, dass eine vollständig naturbelassene Nahrung, rein pflanzlich, das Nonplusultra sein müsse. Ich kaufte mir einen Hochleistungsmixer für grüne Smoothies, ein Dörrgerät für Rohkost-Cracker, eine leistungsstarke Küchenmaschine usw. und dachte, jetzt probiere ich das mal aus. Klingt alles wunderbar – schlank, schön, intelligent, konzentriert, intuitiv, sexy, ewige Jugend – alles kann man mit rein roher Nahrung erreichen.

Gartenkresse

Gartenkresse

Leider ist mir das nicht gelungen, der Praxistest hat nicht funkioniert. Ich fühlte mich einfach nicht zufrieden, knabberte Rohkost-Brot zwischen den Mahlzeiten um die Leere zu füllen. Der grüne Wildpflanzen-Saft schmeckte eher nach Medizin als als lecker und ich hatte immer Appetit auf irgendwas undefinierbares. Die Rohkost-Kuchen und Plätzchen bekamen mir nicht, ich fühlte mich nach deren Genuss genauso voll, als hätte ich ganz konventionelle Schokolade gegessen. Von sog. Essener-Brot aus gekeimtem Getreide bekam ich einen Blähbauch.

Also habe ich weitergesucht, Bücher gelesen, mich informiert. Mein Gefühl sagte mir, dass ich die pflanzliche Ernährung fortsetzen sollte, aber in Kombination mit gekochtem Getreide oder Hülsenfrüchten, Diese machten mich satt und zufrieden. Aber auch nicht immer, manchmal kamen die unbestimmten Gelüste wieder zum Vorschein, die optimale Ernährung hatte ich noch nicht gefunden. Außerdem fand ich Informationen über junge Rohköstler, die total essgestört waren und fast gar nichts mehr essen konnten und Veganer, die in jungen Jahren durch Suizid oder schwere Krankheiten gestorben sind.

Dann entdeckte ich Silke Rosenbusch und ihren Blog im Internet. Einen ganzen Abend las ich die Posts der letzten Jahre und abonnierte den Blog. Da sie viele Bücher, auch englische, liest, brachte sie mir Hinweise darauf nahe, dass viele Menschen ein gestörtes Essverhalten haben. Ich kaufte mir die von ihr empfohlenen Bücher und mir ging ein Licht nach dem anderen auf.

Die meisten Menschen in der heutigen Zeit sind süchtig nach Fett oder süchtig nach Salz oder süchtig nach Zucker oder tierischem Eiweiß, oder nach Kombinationen davon. Süchtig bedeutet, dass die Pralinenschachtel, wenn sie erst mal im heimischen Haushalt angekommen ist und offen herumsteht, auch geleert wird. Oder dass als Ersatz für Kekse Trockenfrüchte gegessen werden, die mit ihrer konzentrierten Süße fast den gleichen Schaden im menschlichen Körper  anrichten wie Zucker.

Unter dem Aspekt schaute ich genauer hin: was essen die Rohköstler und Veganer so? Die Rezepte bei youtube oder im Netz sind fast alle mit Trockenfrüchten oder vielen Samen und Nüssen. Da gibt es Torten aus Unmengen von Cashewnüssen, Käse aus Cashewnüssen, Pesto mit viel Öl auf Rohkost-Crackern aus Leinsaat, grüne Smoothies mit hohem Obstanteil oder gleich Obst-Smoothies aus einer Mischung von süßen Südfrüchten, oder Frucht-Smoothies mit Leinsamen, Mandeln, Macadamia-Nüssen gemixt. Manche Veganer/ Rohköstler nehmen kiloweise Bananen und Südfrüchte  zu sich, und das soll gesund sein? Ich kann es mir nicht vorstellen. Es bedeutet viel eher, das viele Rohköstler und Veganer ihre bestehende Sucht weiterhin ausleben und denken, sie haben jetzt den Jungbrunnen gefunden, und erst nach einigen Jahren merken, dass sie schwere Krankheiten, Zahnverfall, Abmagerung, erhöhte Cholesterinspiegel, Übergewicht, Depressionen entwickelt haben. Während sie ihre Gesundheit ruinieren, schreiben sie Bücher, wie toll es doch ist, Roh-Gourmet-Menüs zu kreieren, fett- und zuckerreiche Smoothies zu mixen,  man braucht auf nichts zu verzichten…

Aber wie kommt diese offensichtliche Differenz? Die rohe oder vegane Ernährung soll doch angeblich den natürlichen Appetit, die Nahrungsaufnahme, das Körpergewicht, die Gesundheit wieder regulieren, der Körper weiß, was er braucht. Eine Ziege, die krank ist und in der Natur herumläuft frisst genau das Kraut, welches sie wieder gesund macht. Und dicke Ziegen gibt´s in der Natur nur, wo der Mensch eingreift und Kraftfutter füttert.

Offenbar funktioniert das beim Menschen nicht immer. Wenn wir darauf konditioniert sind, unsere psychischen Problem mit Essen zu bekämpfen, tun wir das weiterhin, egal ob mit Rohkost, Mischkost, Schokolade, Pringles, Slow Food…, bis wir die wirkliche Ursache beseitigen. Viele vegane Produkte sind stark verarbeitet, zu fett, zu salzig, mit Zucker oder Agavendicksaft o.ä. aufgepeppt, um an den Geschmack der Mischkost anzuschließen. Geschmack ist Gewohnheit, das wissen auch die Hersteller veganer Produkte. Warum gibt es Fischstäbchen, Entenbrust, Schinken, Bratwurst, jede Menge Schokoriegel als vegane Nachbildung? Damit es den Umsteigern an nichts mangelt, damit sie ihre Essgewohnheiten nicht zu ändern brauchen. Denn wenn ein Sucht-Esser seine Suchtstoffe nicht bekommt, treten die Ursachen hervor und müssen bearbeitet, durch neue Gewohnheiten ersetzt werden. Wenn man den Weg geht, gibt es eine natürliche Belohnung: das Denken wird klar, die Intuition verbessert sich, Depressionen verschwinden, konzentrierte geistige Arbeit über viele Stunden ist möglich.

Dank intensiver Nachforschungen habe ich für mich den Weg gefunden und bin ihn gegangen. So hat nach fast 30 Jahren meine Suche – von der Mischkost zur vegetarischen Ernährung, über Rohkost, hin zu rein pflanzlicher und fettarmer Lebensweise – ein vorläufiges Ende gefunden.

Die Lösung: Nahrung, die frei ist von Suchtstoffen wie konzentriertem Zucker in jeder Form, Fett, tierischem Eiweiß, Bohnenkaffee, Alkohol, Nikotin. Nahrung, die auf der Grundlage von rohem und gedünstetem Gemüse, vollwertigem Getreide (kein Mehl), ein wenig Obst und wenigen Nüssen und Samen besteht, kombiniert mit Sprossen und einigen Ergänzungen ist aus meiner Sicht eine bewusste Ernährung. Sie erfordert das Lösen der unbewussten Gewohnheiten, sie macht uns die wirklichen Ursachen unserer bisherigen Ess-Gewohnheiten klar, lässt uns erkennen, wie wir zu innerer Harmonie finden. In dem wir unser körpereigenens Belohnungssystem nicht mehr permanent durch Sucht-Nahrung durcheinanderbringen, stellt sich ein neues Gleichgewicht ein. Dieses Gleichgewicht zeigt sich in Gewichtsregulierung, Appetitsteuerung und Fehlen von Appetit auf Zucker, Salz, Fett. Biochemisch passen die körpereigenen Glückshormone zu den Rezeptoren. Es führt uns dahin, dass wir auf der Arbeit oder im Supermarkt die angebotenen Kekse liegenlassen können, und uns durch die einfachste Ernährung der Welt satt und zufrieden fühlen. Es führt uns dahin, bewusst durch das Leben zu gehen.

Wenn du diesen Weg gehen möchtest, trag´dich einfach in den Newsletter ein – dann wirst du informiert, wenn ein Kurs zum Thema startet.

Oder nutze das Kontaktformular. Ich freu mich auf dich.

Weizen-Sprossen

Weizen-Sprossen,

 

Die Kichererbse – Garbanzo – und vegane Ernährung

Die Kichererbse – eine Liebeserklärung, nicht nur für vegane Ernährung

Kichererbsen

Kichererbsen, angekeimt

Die Kichererbse hat nicht nur einen fröhlichen Namen, sie ist auch Namensgeber für meinen Shop, weil sie ein echtes Allround-Talent ist.  Echte Kicher, Römische Kicher, Venuskicher sind weitere Namen, die sie trägt. Dabei bedeutet „Kicher“ aus dem Lateinischen „Cicer“ eigentlich nur Erbse, so dass die Kichererbse „Erbsenerbse“ heißt. Eine Super-Erbse eben.

Der älteste Fund in Europa einer Kichererbse stammt aus der Türkei, er wurde auf 5400 v.Ch. datiert. In Kleinasien war sie lt. Wikipedia schon vor 8000 Jahren im Anbau, von dort kam sie nach Indien, wo sie bis heute in vielen Gerichten und als Heilmittel Verwendung findet. Zum Beispiel gilt sie in der Signaturenlehre auf Grund ihrer Ähnlichkeit mit einem Widderkopf als starkes Aphrodisiakum. Im Ayurveda werden Breiumschläge auf der Basis von Kichererbsenmehl und Honig verwendet.

Die Kichererbse

hat einen Eiweißgehalt von ca. 18-25% und beantwortet damit die Frage: womit deckt die vegane Ernährung den Eiweißbedarf? Außerdem enthält sie Lysin und Thronin sowie weitere essentielle Aminosäuren, Vitamine: B1, B2, C, D, E, A, Niacin, Folsäure und Mineralien: Eisen, Phophor, Zink, Mangan, Kalium, Kalzium, Magnesium. Insbesondere angekeimt kommen jede Menge Enzyme und Hormone hinzu, die Vitamine A und C vermehren sich um ein Vielfaches. Mit dem hohen Eiweiß- und geringem Kaloriengehalt ist sie ein echter Schlank- und Sattmacher.

Kichererbsen werden als Mehl, getrocknet oder gekocht in der Dose angeboten. Die Konserve verwende ich im Normalfall nicht, sie schmecken nicht besonders. Wenn man die getrockneten Hülsenfrüchte kocht, sollten sie mindestens 12 Stunden vorher eingeweicht  und vorm Kochen abgespült werden. Dann sind sie in wenigen Minuten bissfest gar. Sät man die angekeimten Erbsen in einen Blumentopf mit Erde, wachsen im Sommer kleine Pflänzen, die als Salat Verwendung finden.

Die Kichererbse verwende ich mehrmals wöchentlich – angekeimt sind sie mild nussig, als Ergänzung zum Salat oder zur Suppe. Gekocht ergeben sie die besten Brotaufstriche, wie z.B. Hummus (mit Olivenöl, Zitrone, Sesammus und Salz püriert). Das Mehl ist u.a. die Grundlage für Falafel. Weitere landestypische Gerichte sind in Spanien, der Türkei, Frankreich, Indien, Pakistan … bekannt. salad with chickpea

Der Sprossengärtner verwendet am besten ein Keimglas, weicht die Kichererbsen 18-24 Stunden ein, spült sie ab und lässt sie 2-3 Tage wachsen, unter mogendlichem und abendlichem Spülen.  Mehr ist nicht zu beachten, außer, dass jeder, der vorbeigeht, gerne ein paar nascht. Im Kühlschrank halten sie sich dann noch weitere 3-4 Tage, danach sollten sie verbraucht sein, und da sie überall dazupassen, sind sie das dann auch.

Mein Kichererbsen-Rezept aus „Lilli Vegetarische Pasten selbermachen“ für eine leckeren, veganen oder vegetarischen Brotaufstrich:

100g Kichererbsen 24 Stunden einweichen, abspülen, mit frischem Wasser zum Kochen bringen und 8-10 Minuten kochen. Kurz abkühlen lassen. Dazu kommen:

1 kleine feingeschnittene Zwiebel, 1/ TL Kümmel gemahlen, 1TL getrocknetes Basilikum, 1 TL getrocknetes Estragon, 2 Esslöffel Hefeflocken, Salz, Chili

außerdem für Vegetarier: 2 Esslöffel Butter, 50 g Hartkäse gerieben und für Veganer: etwas Curry, 1 Esslöffel Hefeflocken, 2 Esslöffel Olivenöl oder Almsana

Alle Zutaten mit Standmixer pürieren oder einer Gabel zerdrücken, mit Pfeffer und Salz abschmecken – Guten Appetit.

Bitte trage dich in den Newsletter ein, wenn du zu den Themen „vegane Ernährung vollwertig und natürlich sowie Bewusstseinsentwicklung“ über  Aktuelles im Blog informiert werden möchtest. Ich freue mich über jeden Abonennten.

Und wo gibt es Kichererbsen? Natürlich im Garbanzo-Shop, aber mittlerweile auch in allen Bioläden und in gut sortieren Supermärkten.

 

Alles Liebe

Cornelia Bölter

 

 

 

 

Müsli – vollwertig oder einkaufen?

Müsli – Zubereitung vegan, vollwertig, fettarm

korn-quetsche_getreide vollwertiges Getreide

Kornquetsche von Eschenfelder

Viele Veganer kaufen Müsli und meinen, das sei roh und vollwertig, insbesondere aus dem Bioladen. Wenn man genauer nachfragt stellt sich heraus, dass alle Flocken, die es zu kaufen gibt, nicht mehr roh sind, sondern wärmebehandelt. Ansonsten halten sich die Flocken nicht so lange sondern die empfindlichen Öle im Korn werden ranzig. Außerdem zerfallen die Flocken und sind optisch nicht mehr so schön. Durch die Wärmebehandlung sind die Flocken m.E. nach nicht mehr vollwertig.  Als Alternative bietet sich an, sich eine Flockenquetsche zu kaufen (siehe Preisliste) und frische Flocken selbst zu quetschen.

Die Nüsse und Trockenfrüchte für das Müsli sollten am Abend vorher eingeweicht werden, in den Nüssen werden die „Fressgifte“ abgebaut, d.h. die Stoffe, die Tiere davon abhalten sollen, zu viele Nüsse zu essen. Dadurch werden die Nüsse viel bekömmlicher und ich finde, sie schmecken auch viel besser. In der empfohlenen Ernährungsform vegan, vollwertig, fettarm sollten ohnehin nur ca. 1 Esslöffel Nüsse pro Tag gegessen werden. Die Trockenfrüchte erwachen durch ein hochwertiges, energetisiertes Wasser wieder zum Leben und sättigen eher durch das Volumen.

Als Milch kann in der veganen, vollwertigen, fettarmen Ernährung Hafermilch, Reismilch oder selbstgemachte Hanfmilch empfohlen werden. Hierzu nimmt man einen Esslöffel Hanfsamen, geschält, 2 Datteln und 300ml Wasser und mixt dieses im Hochleistungsmixer – fertig ist die Milch.

Man kann natürlich auch das Getreide ankeimen und dann frisch quetschen, es schmeckt deutlich süßer und das Ankeimen hat jede Menge gesundheitlicher Vorteile. Es lassen sich alle möglichen Getreide ankeimen, z.B. Weizen, Roggen, Nacktgerste, Braunhirse, Buchweizen … Rosemarie Nöcker schreibt in ihrem Buch „Das große Buch der Sprossen und Keime“, was für mich die Bibel der Sprossenzucht ist, „Während des Keimens werden alle Inhaltsstoffe durch den Enzymprozess gewandelt. Vitamine und Hormone vermehren sich nicht nur, sie bilden auch organische Komplexe und werden in eine leichter aufnehmbare Form umgewandelt.“ Das Korn wird basisch, Phytinsäure wird abgebaut.

Weizen-Sprossen

Weizen-Sprossen

Das Korn wird von einem schlafenden Lebensmittel in ein wirklich lebendiges umgewandelt. Allein der Vitamin-C-Gehalt steigt um 600%.

Vorgehensweise: Einweichzeit 12-24 Stunden, am besten im Sprossenglas, danach das Wasser abgießen (die Zimmerpflanzen freuen sich), und noch 24-48 Stunden bei Zimmertemperatur keimen lassen, 2x täglich abspülen. Die Keime sollten nicht länger sein als das Korn. Das angekeimte Getreide kann im Ganzen oder gequetscht verwendet werden, fall man zu viel gekeimt hat  – einfach trocknen und bei Bedarf quetschen oder schroten (vor dem Verwenden dann noch mal kurz einweichen), oder dem Wellensittich anbieten – die sind ganz wild darauf.

Eine besondere Zubereitungsart ist das Fermentieren.

Folgener Abschnitt wurde aus dem EMIKO-Rundbrief Oktober 2014 übernommen, er passt perfekt zur empfohlenen Ernährungsform vegan, vollwertig, fettarm.

Getreide Fermentieren

Während der Fermentation sorgen Mikroorganismen dafür, dass die Bioverfügbarkeit der enthaltenen Nährstoffe und parallel die Verdaulichkeit nochmal steigen. Forscher haben herausgefunden, dass die Bioverfügbarkeit der enthaltenen Nährstoffe bereits nach 48 Stunden Fermentation deutlich erhöht war. Phytinsäure wird weiter abgebaut und sogar Lektine zum Teil unschädlich gemacht. Leider hat jedoch auch das Fermentieren keinen Einfluss auf das im Gluten enthaltene Lektin.

So wird’s gemacht: Vor dem Fermentieren empfiehlt es sich, das angekeimte Getreide (Getreidemischungen oder Einzelgetreide) zu trocknen und anschließend recht fein zu schroten oder zu mahlen. Dies erhöht die Oberfläche für die Mikroorganismen und setzt Enzyme frei, die zusammen wichtige Arbeit leisten. Eine klassische Form des Fermentierens ist die Herstellung von Sauerteig mit vorher ungekeimtem Roggenmehl. Da durch das Ankeimen schon ein Teil der Kohlenhydrate im Korn verbraucht wurde, werden EM Effektive Mikroorganismen® in Form von EMIKO®SAN zur Absicherung des Fermentationsprozesses hinzugefügt. Das geschrotete/gemahlene Getreide wird hierzu mit einer 5%igen –EMIKO®SANWasser-Mischung gut angefeuchtet. In einem luftdicht verschlossenen Behälter sollte das Getreide dann für 3-4 Tage bei Zimmertemperatur fermentieren.

Das fermentierte Getreide kann direkt weiter zu Brot verarbeitet oder schonend getrocknet und später verarbeitet werden. Für Brot kann es mit frisch angekeimtem Getreide gemischt werden. Die weitere Zugabe von Hefe oder Sauerteig ist unter Umständen nicht mehr nötig und es entsteht auch so ein lockerer Teig, gibt man ihm ausreichend Zeit zu gehen.
Variante: 3 EL grob geschrotetes Getreide (frisch schroten!) 48 Stunden mit ca. 60ml Wasser & 20ml EMIKO®SAN abgedeckt bei Zimmertemperatur anfermentieren lassen.

Fazit                                                                                                           nahaufnahme frische weizenkeime

Wer sich Zeit nimmt Getreide zu verarbeiten und es vor dem Verzehr einweicht, ankeimen lässt und fermentiert, verbessert die Verträglichkeit und gibt seinem Körper die Möglichkeit mehr Nährstoffe aus den verschiedenen Getreidearten herauszuholen. EM Effektive Mikroorganismen® können dabei helfen, die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe zu verbessern.
Es gibt keine pauschalen Empfehlungen, ab welcher täglichen Verzehrmenge Getreide schädlich werden kann. Es kommt immer auf die weitere Zusammensetzung des Speiseplans und die individuelle Verträglichkeit an. Die Menge und die Art der Verarbeitung sind von entscheidender Bedeutung.

Tipps zum Weiterlesen:

Der Wissenschaftler Loren Cordain fast in seinem Buch „Das Getreide – zweischneidiges Schwert der Gesellschaft“ Studien zu diesem Thema zusammen. Er gliedert sein Buch in nährstoffbedingte Unzulänglichkeiten des Getreides, seine antinutritiven Inhaltsstoffe und Erkrankungen, die auf Getreideverzehr zurückzuführen sind. Das Buch enthält keinerlei Wertungen oder Empfehlungen und ist daher gut geeignet sich grundlegendes Wissen anzueignen, bevor man tiefer in die Thematik einsteigt. Es ist keine Unterhaltungs-, sondern wissenschaftliche Literatur allerdings mit vielen erklärenden Fußnoten für den Laien.

Bezugsquelle für EMIKO®SAN

Bezugsquelle für Sprossen-Glas

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