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Dauerhaft abnehmen ohne Jo-Jo-Effekt und dabei gesund werden, ist das möglich?

Kalorienzählen war gestern – heute zählt die Tellergröße und vor allem was auf dem Teller liegt

Buchrezension zu wissenschaftlichen Grundlagen und der Praxis für die fettarme Ernährung auf pflanzlicher Basis, dauerhaft abnehmen und gesund werden

Mein Fazit an den Anfang: so lange  die allgemein übliche Industrienahrung konsumiert wird, werden weder Pillen noch Pülverchen zur schlanken Linie und Gesundheit verhelfen. Wer dauerhaft abnehmen möchte, sollte die Ernährung umstellen und Suchtstoffe meiden. Welche Suchtstoffe die Industrienahrung enthält und wie sie wirken, wird ausführlich im Buch beschrieben, und wer sich schon immer gefragt hat: warum kann ich die angefangene Pralinenschachtel oder Chipstüte nicht einfach liegen lassen, findet hier umfangreiche Antworten.

Das Buch von Dr. med. Jacob „Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts“ vom Institut für komplementär-medizinische Forschung zeigt die effektivsten Maßnahmen zur Prävention und Therapie von Zivilisationskrankheiten auf, und zwar anhand wissenschaftlicher Fakten und Dr. Jacobs  eigenen, persönlichen Weg zum Idealgewicht und zu optimalen Werten bei Blutdruck, Puls und Blutwerten.

Alle Personen, die der Ernährungsempfehlung folgten, erzielten herausragende Ergebnisse beim  Abnehmen und gesund werden.

Dabei zeigt Dr. Jacob die Zusammenhänge von Ernährung und Krankheit mit Belegen aus der ganzen Welt, d.h. verschiedenen Kulturen, Kontinenten, Populationen… und belegt, wie Ernährungsmuster langfristig wirken.

In den weiteren Kapiteln werden die wissenschaftlich belegten Einflüsse, die eine pflanzliche Ernährung nach dem Usachen-Wirkungs-Prinzip auf Stoffwechsel, Hormone, Physiologische Abläufe, Alterung, bis hin zur Zelle und den Mitochondrien hat, dargestellt. Ausfühlich geht Dr. Jacob auf die Wirkung von Fett, Milch, Fleisch, Zucker sowie Gemüse, Früchten und Kräutern und komplexen Kohlenhydraten ein.

Es folgt eine Auseinandersetzung mit den Grundthesen und Studien zu verschiedenen Ernährungsformen, wie der ketogenen Diät (Steinzeit- oder Paleo-Ernährung), Low Carb, u.ä. Erfindungen.

Schließlich folgt im Kapitel 11 die pflanzliche Ernährung, wo auf Esselstyns Langzeitergebnisse und  Ornishs Studien mit fettarmer, vegetarischer Ernährung eingegangen wird. Im Kapitel 12 zeigt Dr. Jacobs seinen Weg zu nachhaltiger Gesundheit mit Ernährungspyramide und Ausgleich von Nährstoff-Defiziten.

Das Buch schließt mit dem Einfluss von  Bewegung, Atmung und Entspannung, Tiefschlaf, psychologischen Studien zu Übergewicht sowie der Wirkung von Schadstoffen auf die Gesundheit und die Ausleitung der Schadstoffe.

Alles in Allem ist es ein gelungenes Werk für Laien, die sich ernsthaft und rational mit der Zivilisationskost und der Sucht danach auseinandersetzen, ihre Ernährung umstellen und ein bewusstes, kreatives, aktives Leben führen möchten. Es eignet sich auch für Ärzte, die ihren Patienten nicht mehr nur eine Tablette verschreiben, sondern zu deren Gesundheit beitragen wollen.

Für mich hat das Buch jede Menge neue Erkenntnisse gebracht und ich schlage es immer wieder gern auf und lese darin, weil ich mir nicht alles auf einmal merken kann – es ist so umfangreich. Ich werde auch hier im Blog weitere Zitate und Erkenntnisse zitieren. Außerdem wird es hier demnächst Beratung und Coaching zum Thema „Abnehmen ohne Kalorienzählen und dabei gesund werden“ geben, für alle, die es vielleicht nicht ganz allein schaffen.

Ihr könnt euch heute schon im Kontaktformular oder Newsletter eintragen, dann seid ihr bei den ersten dabei. Oder ihr fangt erst mal an zu lesen 😉

Übrigens: Dr. Jacob hat nach seiner Methode in 4 Monaten zum  idealen Körpergewicht und Puls-, Blutdruck- und Blutwerten zurückgefunden. Seine Frau wog 73 kg, konnte ihr Gewicht auf 55 kg reduzieren und beide haben ihr Gewicht gehalten.

 

Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts

 

Alles pflanzlich, alles roh, alles gut?

Die pflanzliche Ernährung – nur noch roh oder vegan als Lösung aller Probleme?

Eine Zeit lang dachte ich, dass mensch alles roh und vegan essen sollte. In roher Nahrung ist noch der volle Vitalstoff-Gehalt, die Kerne sind keimfähig, Sprossen habe viel mehr Nährstoffe, die Fette sind nicht denaturiert. Die Kurse von Dr. Brian Clement, Franz Konz, Markus Rothkranz und vielen anderen zeigten mir, dass eine vollständig naturbelassene Nahrung, rein pflanzlich, das Nonplusultra sein müsse. Ich kaufte mir einen Hochleistungsmixer für grüne Smoothies, ein Dörrgerät für Rohkost-Cracker, eine leistungsstarke Küchenmaschine usw. und dachte, jetzt probiere ich das mal aus. Klingt alles wunderbar – schlank, schön, intelligent, konzentriert, intuitiv, sexy, ewige Jugend – alles kann man mit rein roher Nahrung erreichen.

Gartenkresse

Gartenkresse

Leider ist mir das nicht gelungen, der Praxistest hat nicht funkioniert. Ich fühlte mich einfach nicht zufrieden, knabberte Rohkost-Brot zwischen den Mahlzeiten um die Leere zu füllen. Der grüne Wildpflanzen-Saft schmeckte eher nach Medizin als als lecker und ich hatte immer Appetit auf irgendwas undefinierbares. Die Rohkost-Kuchen und Plätzchen bekamen mir nicht, ich fühlte mich nach deren Genuss genauso voll, als hätte ich ganz konventionelle Schokolade gegessen. Von sog. Essener-Brot aus gekeimtem Getreide bekam ich einen Blähbauch.

Also habe ich weitergesucht, Bücher gelesen, mich informiert. Mein Gefühl sagte mir, dass ich die pflanzliche Ernährung fortsetzen sollte, aber in Kombination mit gekochtem Getreide oder Hülsenfrüchten, Diese machten mich satt und zufrieden. Aber auch nicht immer, manchmal kamen die unbestimmten Gelüste wieder zum Vorschein, die optimale Ernährung hatte ich noch nicht gefunden. Außerdem fand ich Informationen über junge Rohköstler, die total essgestört waren und fast gar nichts mehr essen konnten und Veganer, die in jungen Jahren durch Suizid oder schwere Krankheiten gestorben sind.

Dann entdeckte ich Silke Rosenbusch und ihren Blog im Internet. Einen ganzen Abend las ich die Posts der letzten Jahre und abonnierte den Blog. Da sie viele Bücher, auch englische, liest, brachte sie mir Hinweise darauf nahe, dass viele Menschen ein gestörtes Essverhalten haben. Ich kaufte mir die von ihr empfohlenen Bücher und mir ging ein Licht nach dem anderen auf.

Die meisten Menschen in der heutigen Zeit sind süchtig nach Fett oder süchtig nach Salz oder süchtig nach Zucker oder tierischem Eiweiß, oder nach Kombinationen davon. Süchtig bedeutet, dass die Pralinenschachtel, wenn sie erst mal im heimischen Haushalt angekommen ist und offen herumsteht, auch geleert wird. Oder dass als Ersatz für Kekse Trockenfrüchte gegessen werden, die mit ihrer konzentrierten Süße fast den gleichen Schaden im menschlichen Körper  anrichten wie Zucker.

Unter dem Aspekt schaute ich genauer hin: was essen die Rohköstler und Veganer so? Die Rezepte bei youtube oder im Netz sind fast alle mit Trockenfrüchten oder vielen Samen und Nüssen. Da gibt es Torten aus Unmengen von Cashewnüssen, Käse aus Cashewnüssen, Pesto mit viel Öl auf Rohkost-Crackern aus Leinsaat, grüne Smoothies mit hohem Obstanteil oder gleich Obst-Smoothies aus einer Mischung von süßen Südfrüchten, oder Frucht-Smoothies mit Leinsamen, Mandeln, Macadamia-Nüssen gemixt. Manche Veganer/ Rohköstler nehmen kiloweise Bananen und Südfrüchte  zu sich, und das soll gesund sein? Ich kann es mir nicht vorstellen. Es bedeutet viel eher, das viele Rohköstler und Veganer ihre bestehende Sucht weiterhin ausleben und denken, sie haben jetzt den Jungbrunnen gefunden, und erst nach einigen Jahren merken, dass sie schwere Krankheiten, Zahnverfall, Abmagerung, erhöhte Cholesterinspiegel, Übergewicht, Depressionen entwickelt haben. Während sie ihre Gesundheit ruinieren, schreiben sie Bücher, wie toll es doch ist, Roh-Gourmet-Menüs zu kreieren, fett- und zuckerreiche Smoothies zu mixen,  man braucht auf nichts zu verzichten…

Aber wie kommt diese offensichtliche Differenz? Die rohe oder vegane Ernährung soll doch angeblich den natürlichen Appetit, die Nahrungsaufnahme, das Körpergewicht, die Gesundheit wieder regulieren, der Körper weiß, was er braucht. Eine Ziege, die krank ist und in der Natur herumläuft frisst genau das Kraut, welches sie wieder gesund macht. Und dicke Ziegen gibt´s in der Natur nur, wo der Mensch eingreift und Kraftfutter füttert.

Offenbar funktioniert das beim Menschen nicht immer. Wenn wir darauf konditioniert sind, unsere psychischen Problem mit Essen zu bekämpfen, tun wir das weiterhin, egal ob mit Rohkost, Mischkost, Schokolade, Pringles, Slow Food…, bis wir die wirkliche Ursache beseitigen. Viele vegane Produkte sind stark verarbeitet, zu fett, zu salzig, mit Zucker oder Agavendicksaft o.ä. aufgepeppt, um an den Geschmack der Mischkost anzuschließen. Geschmack ist Gewohnheit, das wissen auch die Hersteller veganer Produkte. Warum gibt es Fischstäbchen, Entenbrust, Schinken, Bratwurst, jede Menge Schokoriegel als vegane Nachbildung? Damit es den Umsteigern an nichts mangelt, damit sie ihre Essgewohnheiten nicht zu ändern brauchen. Denn wenn ein Sucht-Esser seine Suchtstoffe nicht bekommt, treten die Ursachen hervor und müssen bearbeitet, durch neue Gewohnheiten ersetzt werden. Wenn man den Weg geht, gibt es eine natürliche Belohnung: das Denken wird klar, die Intuition verbessert sich, Depressionen verschwinden, konzentrierte geistige Arbeit über viele Stunden ist möglich.

Dank intensiver Nachforschungen habe ich für mich den Weg gefunden und bin ihn gegangen. So hat nach fast 30 Jahren meine Suche – von der Mischkost zur vegetarischen Ernährung, über Rohkost, hin zu rein pflanzlicher und fettarmer Lebensweise – ein vorläufiges Ende gefunden.

Die Lösung: Nahrung, die frei ist von Suchtstoffen wie konzentriertem Zucker in jeder Form, Fett, tierischem Eiweiß, Bohnenkaffee, Alkohol, Nikotin. Nahrung, die auf der Grundlage von rohem und gedünstetem Gemüse, vollwertigem Getreide (kein Mehl), ein wenig Obst und wenigen Nüssen und Samen besteht, kombiniert mit Sprossen und einigen Ergänzungen ist aus meiner Sicht eine bewusste Ernährung. Sie erfordert das Lösen der unbewussten Gewohnheiten, sie macht uns die wirklichen Ursachen unserer bisherigen Ess-Gewohnheiten klar, lässt uns erkennen, wie wir zu innerer Harmonie finden. In dem wir unser körpereigenens Belohnungssystem nicht mehr permanent durch Sucht-Nahrung durcheinanderbringen, stellt sich ein neues Gleichgewicht ein. Dieses Gleichgewicht zeigt sich in Gewichtsregulierung, Appetitsteuerung und Fehlen von Appetit auf Zucker, Salz, Fett. Biochemisch passen die körpereigenen Glückshormone zu den Rezeptoren. Es führt uns dahin, dass wir auf der Arbeit oder im Supermarkt die angebotenen Kekse liegenlassen können, und uns durch die einfachste Ernährung der Welt satt und zufrieden fühlen. Es führt uns dahin, bewusst durch das Leben zu gehen.

Wenn du diesen Weg gehen möchtest, trag´dich einfach in den Newsletter ein – dann wirst du informiert, wenn ein Kurs zum Thema startet.

Oder nutze das Kontaktformular. Ich freu mich auf dich.

Weizen-Sprossen

Weizen-Sprossen,

 

Lupinen vegan und vollwertig, Sojaalternative

 Lupinen vegan und vollwertig – von Natur aus

 

Schon lange wollte ich über die Vorteile von Lupinenprodukten für die  Ernährung vegan, vollwertig, fettarm einen Beitrag schreiben, und jetzt gibt es einen Anlass:

Forscher erhalten Zukunftspreis 2014 für die Entwicklung von Produkten auf der Basis von Lupinen

Die Idee der Forscher war, vegetarische und vegane Lebensmittel auf Basis der in Mitteleuropa heimischen Blauen Süßlupine zu entwickeln. Lupine ist eine gute Alternative  für Allergiker, Cholesterinbewusste sowie Vegetarier und Veganer, denen Soja nicht schmeckt oder die es nicht vertragen. Hier kannst du  weitere Infos zum Zukunftspreis nachlesen.

Lupine, blau

Lupine – vegan, vollwertig, fettarm

Meine bevorzugte Ernährung beinhaltet möglichst selten Soja-Produkte, da das meiste Soja auf der Welt gentechnisch verändert und kaum eine Trennung von Gen-Soja und normalem Soja möglich ist. Der Nachweis ist aufwändig, und angesichts aller möglicher Lebensmittelskandale habe ich wenig Vertrauen zur Lebensmittelindustrie, auch wenn „bio“ draufsteht. Außerdem enthält die Sojabohne einen großen Anteil Fett, ca. 18%, sollte also in der veganen, vollwertigen und fettarmen Ernährung eher vermieden werden. Ein umfassender Artikel zum Glaubenskrieg von Sojabefürwortern und – gegnern findet sich im PM-Magazin. Was ich toll finde, dass es bei Starbucks Sojamilch statt Kuhmilch gibt, aber wenn statt dessen Hafermilch im Angebot sein wird, greife ich darauf zurück.

In meinem Garbanzo-Shop vegan-vollwertig, der immer noch nicht online ist, aber wo man per Mail bestellen kann, biete ich sowohl Hafermilch, als auch Lupinen-Produkte an. Die Preisliste findest du hier. Die Lupine liefert alle essentiellen Aminosäuren, die der Mensch mit der Nahrung aufnehmen sollte. Das Lupineneiweiss weist ausserdem annähernd dieselbe hohe biologische Wertigkeit auf wie das Sojaprotein – allerdings ohne gentechnisch manipuliert zu sein und ohne die übrigen Nachteile der Sojabohne mit sich zu bringen. Die Lupine enthält besonders viel biologisch verwertbares Eisen, ist reich an Antioxidantien, enthält einen hohen Anteil an ungesättigten Fetten, eignet sich für die purinarme, basische Ernährung – um nur einige Vorteile für eine die Menschen zu nennen, die sich vegan, vollwertig und fettarm ernähren möchten. Die Lupine enthält 18% Eiweiß, nur 3% Fett, in Lupinemehl erreicht die Eiweißkonzentration sogar 32-40%.

Vorteile für die biologisch Landwirtschaft:

Darüber hinaus wachsen Lupinen auf ungedüngten Böden und sammeln Stickstoff aus der Luft in Knöllchenwurzeln, was sie für den Bio-Anbau interessant macht – als Zwischenfrucht zur Düngung.

Produkte aus Lupinen vegan und vollwertig

Für die vegane, vollwertige Küche kann man inzwischen von Alberts Lupinen-Filet, Lupinen-Schnitzel, Lupinen-Geschnetzeltes, Lupinen-Gyros, Lupinen-Cocktailwürstchen. Dies Produkte sind in meinem Shop vegan-vollwertig in der Preisliste zu finden. Sie sind sehr lecker und eine echte Sojaalternative, wenn man eine würzige, herzhafte Ergänzung zum Gemüse sucht.

Darüber hinaus kannst du Lupinen-Kerne bestellen, sie sind keimfähig und roh. Es gibt ein tolles Rezpt für Lupinenmilch:  Lupinenmilch, selber machen, es ist von Norbert Wilms.

Lupinenmehl kann bis zu 30% Getreidemehl in Backwaren ersetzen oder in einem Power-Shake (Obst, Lupinenmehl, Wasser) als pflanzlichcher, fettarmer Proteinshake Verwendung finden. Viel Spaß beim Experimentieren!

Übrigens kannst du dich HIER für meinen Newsletter eintragen.

 

 

Müsli – vollwertig oder einkaufen?

Müsli – Zubereitung vegan, vollwertig, fettarm

korn-quetsche_getreide vollwertiges Getreide

Kornquetsche von Eschenfelder

Viele Veganer kaufen Müsli und meinen, das sei roh und vollwertig, insbesondere aus dem Bioladen. Wenn man genauer nachfragt stellt sich heraus, dass alle Flocken, die es zu kaufen gibt, nicht mehr roh sind, sondern wärmebehandelt. Ansonsten halten sich die Flocken nicht so lange sondern die empfindlichen Öle im Korn werden ranzig. Außerdem zerfallen die Flocken und sind optisch nicht mehr so schön. Durch die Wärmebehandlung sind die Flocken m.E. nach nicht mehr vollwertig.  Als Alternative bietet sich an, sich eine Flockenquetsche zu kaufen (siehe Preisliste) und frische Flocken selbst zu quetschen.

Die Nüsse und Trockenfrüchte für das Müsli sollten am Abend vorher eingeweicht werden, in den Nüssen werden die „Fressgifte“ abgebaut, d.h. die Stoffe, die Tiere davon abhalten sollen, zu viele Nüsse zu essen. Dadurch werden die Nüsse viel bekömmlicher und ich finde, sie schmecken auch viel besser. In der empfohlenen Ernährungsform vegan, vollwertig, fettarm sollten ohnehin nur ca. 1 Esslöffel Nüsse pro Tag gegessen werden. Die Trockenfrüchte erwachen durch ein hochwertiges, energetisiertes Wasser wieder zum Leben und sättigen eher durch das Volumen.

Als Milch kann in der veganen, vollwertigen, fettarmen Ernährung Hafermilch, Reismilch oder selbstgemachte Hanfmilch empfohlen werden. Hierzu nimmt man einen Esslöffel Hanfsamen, geschält, 2 Datteln und 300ml Wasser und mixt dieses im Hochleistungsmixer – fertig ist die Milch.

Man kann natürlich auch das Getreide ankeimen und dann frisch quetschen, es schmeckt deutlich süßer und das Ankeimen hat jede Menge gesundheitlicher Vorteile. Es lassen sich alle möglichen Getreide ankeimen, z.B. Weizen, Roggen, Nacktgerste, Braunhirse, Buchweizen … Rosemarie Nöcker schreibt in ihrem Buch „Das große Buch der Sprossen und Keime“, was für mich die Bibel der Sprossenzucht ist, „Während des Keimens werden alle Inhaltsstoffe durch den Enzymprozess gewandelt. Vitamine und Hormone vermehren sich nicht nur, sie bilden auch organische Komplexe und werden in eine leichter aufnehmbare Form umgewandelt.“ Das Korn wird basisch, Phytinsäure wird abgebaut.

Weizen-Sprossen

Weizen-Sprossen

Das Korn wird von einem schlafenden Lebensmittel in ein wirklich lebendiges umgewandelt. Allein der Vitamin-C-Gehalt steigt um 600%.

Vorgehensweise: Einweichzeit 12-24 Stunden, am besten im Sprossenglas, danach das Wasser abgießen (die Zimmerpflanzen freuen sich), und noch 24-48 Stunden bei Zimmertemperatur keimen lassen, 2x täglich abspülen. Die Keime sollten nicht länger sein als das Korn. Das angekeimte Getreide kann im Ganzen oder gequetscht verwendet werden, fall man zu viel gekeimt hat  – einfach trocknen und bei Bedarf quetschen oder schroten (vor dem Verwenden dann noch mal kurz einweichen), oder dem Wellensittich anbieten – die sind ganz wild darauf.

Eine besondere Zubereitungsart ist das Fermentieren.

Folgener Abschnitt wurde aus dem EMIKO-Rundbrief Oktober 2014 übernommen, er passt perfekt zur empfohlenen Ernährungsform vegan, vollwertig, fettarm.

Getreide Fermentieren

Während der Fermentation sorgen Mikroorganismen dafür, dass die Bioverfügbarkeit der enthaltenen Nährstoffe und parallel die Verdaulichkeit nochmal steigen. Forscher haben herausgefunden, dass die Bioverfügbarkeit der enthaltenen Nährstoffe bereits nach 48 Stunden Fermentation deutlich erhöht war. Phytinsäure wird weiter abgebaut und sogar Lektine zum Teil unschädlich gemacht. Leider hat jedoch auch das Fermentieren keinen Einfluss auf das im Gluten enthaltene Lektin.

So wird’s gemacht: Vor dem Fermentieren empfiehlt es sich, das angekeimte Getreide (Getreidemischungen oder Einzelgetreide) zu trocknen und anschließend recht fein zu schroten oder zu mahlen. Dies erhöht die Oberfläche für die Mikroorganismen und setzt Enzyme frei, die zusammen wichtige Arbeit leisten. Eine klassische Form des Fermentierens ist die Herstellung von Sauerteig mit vorher ungekeimtem Roggenmehl. Da durch das Ankeimen schon ein Teil der Kohlenhydrate im Korn verbraucht wurde, werden EM Effektive Mikroorganismen® in Form von EMIKO®SAN zur Absicherung des Fermentationsprozesses hinzugefügt. Das geschrotete/gemahlene Getreide wird hierzu mit einer 5%igen –EMIKO®SANWasser-Mischung gut angefeuchtet. In einem luftdicht verschlossenen Behälter sollte das Getreide dann für 3-4 Tage bei Zimmertemperatur fermentieren.

Das fermentierte Getreide kann direkt weiter zu Brot verarbeitet oder schonend getrocknet und später verarbeitet werden. Für Brot kann es mit frisch angekeimtem Getreide gemischt werden. Die weitere Zugabe von Hefe oder Sauerteig ist unter Umständen nicht mehr nötig und es entsteht auch so ein lockerer Teig, gibt man ihm ausreichend Zeit zu gehen.
Variante: 3 EL grob geschrotetes Getreide (frisch schroten!) 48 Stunden mit ca. 60ml Wasser & 20ml EMIKO®SAN abgedeckt bei Zimmertemperatur anfermentieren lassen.

Fazit                                                                                                           nahaufnahme frische weizenkeime

Wer sich Zeit nimmt Getreide zu verarbeiten und es vor dem Verzehr einweicht, ankeimen lässt und fermentiert, verbessert die Verträglichkeit und gibt seinem Körper die Möglichkeit mehr Nährstoffe aus den verschiedenen Getreidearten herauszuholen. EM Effektive Mikroorganismen® können dabei helfen, die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe zu verbessern.
Es gibt keine pauschalen Empfehlungen, ab welcher täglichen Verzehrmenge Getreide schädlich werden kann. Es kommt immer auf die weitere Zusammensetzung des Speiseplans und die individuelle Verträglichkeit an. Die Menge und die Art der Verarbeitung sind von entscheidender Bedeutung.

Tipps zum Weiterlesen:

Der Wissenschaftler Loren Cordain fast in seinem Buch „Das Getreide – zweischneidiges Schwert der Gesellschaft“ Studien zu diesem Thema zusammen. Er gliedert sein Buch in nährstoffbedingte Unzulänglichkeiten des Getreides, seine antinutritiven Inhaltsstoffe und Erkrankungen, die auf Getreideverzehr zurückzuführen sind. Das Buch enthält keinerlei Wertungen oder Empfehlungen und ist daher gut geeignet sich grundlegendes Wissen anzueignen, bevor man tiefer in die Thematik einsteigt. Es ist keine Unterhaltungs-, sondern wissenschaftliche Literatur allerdings mit vielen erklärenden Fußnoten für den Laien.

Bezugsquelle für EMIKO®SAN

Bezugsquelle für Sprossen-Glas

Bilder von fotolia.com und Eschenfelder

Menschen mit Multipler Sklerose, die für ein Jahr einer pflanzenbasierten Low-Fat-Diät folgten (mit vor allem wenig gesättigten Fettsäuren) litten am Ende dieses Jahres viel weniger an Fatigue als ein Jahr zuvor. Auch gegenüber der Kontrollgruppe ohne spezielle Diät war die Fatigue deutlich reduziert, wie eine Kleinstudie aus Oregon zeigt.

Die Studie war die erste randomisierte, kontrollierte Studie, welche die potenziellen Vorteile der fettarmen Diät auf das Management der MS untersuchte. Die Studie ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich der Hirnläsionen im MRT. Die Studienleiter sind überzeugt, die deutlich verbesserten Ermüdungserscheinungen dieser Studie verdienen weitere, größer angelegte MS-Studien mit fettarmer Diät.

Abnorme Müdigkeit, genannt Fatigue, ist für viele MS-Betroffene ein Problem. Nicht wenige halten die Fatigue sogar für ihr größtes Problem, da dieses Symptom sie noch mehr einschränkt als beispielsweise Gehprobleme.

Die Studie untersuchte die Folgen der sogenannten McDougall-Diät von John McDougall. Diese wiederum fußt teilweise auf einer MS-Diät aus der 1940ern und 1950ern. Die McDougall-Diät enthält sehr wenig gesättigte Fettsäuren und basiert auf Stärke, Früchten und Gemüse sowie dem Verzicht auf Fleisch, Fisch und Milchprodukte.  Rohkost

Weder auf MRT-Läsionen noch Schubrate oder Behinderungsgrad hatte die Diät einen Einfluss im Vergleich mit der Kontrollgruppe. Doch die Fatigue nahm signifikant ab, ebenso das Gewicht der MS-Betroffenen, welche der Diät folgten und deren Cholesterinspiegel. Lebensqualität und Laune der Diätgruppe stiegen dagegen an.

Quelle: The Oregon Health & Science University Brain Institute, 05.01.2014
Redaktion: AMSEL e.V.

Zukünftiger Präsident des American College of Cardiology

Vegane, fettarme, vollwertige Ernährung – so lebt Dr. Kim A. Williams, MD als zukünftiger Präsident des American College of Cardiology

Frühlingsrollen mit Gemüse,

Frühlingsrollen mit Gemüse (fotolia.com)

Ich habe einen Blog abboniert, das ist der Blog von Silke Rosenbusch „Rohe Lust – Mein Rohkosttagebuch“. Ich möchte hiermit Silke einmal für die interessanten Beiträge danken. Ich teile nicht alle Ansichten über Medizin mit ihr, aber viele Beiträge über den Stoffwechsel und Biochemie sind hoch interessant, die Rezepte ebenfalls zu empfehlen. Und gestern erhielt ich den neuesten Blogeintrag, mit der Info, dass Dr. Kim A. Williams, MD, der neue Präsident des American College of Cardiology wird. Wäre eigentlich nicht so spannend, aber: er ernährt sich vegan und empfiehlt dies weiter. Er beruft sich auf Dr. Ornish und seine Studien, die eine Senkung des LDL-Cholesterinspiegels bei veganer, vollwertiger, fettarmer Ernährung beweisen. Dr. Williams hat die gleiche Erfahrung gemacht. Aber wo ich ganz klar eine Zäsur ziehe: angeblich kann das American College of Cardiology die Ernährung nicht offiziell empfehlen,  weil es zu wenige oder zu große Studien gäbe – aber das ist meiner Meinung nach eine Ausrede. Wie kann eine Studie wie die China-Study zu groß sein? Ist doch gerade aussagekräftig. Na ja, Ärzte eben, sie haben wohl Angst, sich überflüssig zu machen. Wo kommen wir hin, wenn die Menschen selbst Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen?

Im Übrigen hat Dr. Ornish 100 Prostata-Patienten veganes, pflanzliches, fettarmes Essen 1 Jahr nach Hause geliefert, da die älteren Männer nicht dazu bewegt werden konnten, sich solches Essen selbst zuzubereiten. Dabei hat er herausgefunden, dass das Blut der „normal“ ernährten Männer das Krebswachstum um 10% unterdrückt, das Blut der vegan ernährten Männer um 70% !!! Das hat Dr. Greger in einem Video dokumentiert, und hier möchte ich euch die Seite von Silke Rosenbusch verlinken: Krebs und tiereisches Eiweiß, da kann man die ganze Geschichte wunderbar nachlesen und anschauen. Sehr zu empfehlen.

Die wissenschaftlichen Grundlagen für eine vegane, vollwertige, fettarme Ernährung

Es gibt mehrere Ärzte und Wissenschaftler, die Studien zu dieser Ernährungsform durchgeführt und veröffentlicht haben. Und sie kommen alle zu dem Ergebnis, dass viele unserer Zivilisationskrankheiten dadurch geheilt oder gelindert werden können, dass tierische Produkte aus der Ernährung wegzulassen sind. Da gibt es einen Zahnarzt, Dr. Schnitzer, der feststellte, dass neben der Verminderung von Karies auch Zahnfehlstellungen bei Neugeboreren nachließen, wenn die Mütter sich vor der Geburt vegetarisch und vollwertig ernährten. Da gibt es die China-Study von T.Colin Campbell. Er bewies (am Anfang entgegen seiner eigenen Überzeugung), dass in allen Kulturkreisen, in allen Altersklassen, auf allen Kontinenten die rein pflanzliche Ernährung weniger Krebsfälle, weniger Diabetes, weniger Herz-Kreislauferkrankungen bedingt. Und es gibt Mc. Dougall, der hierzulande wenig bekannt ist, weil seine Bücher nicht aus dem Amerikanischen übersetzt sind, der mit dieser Ernährung, aber besonders fettarm, sogar noch die Fettleibigkeit beseitigen kann ohne zu hungern – und damit die Folgeerkrankungen der Fettleibigkeit wegfallen. Weitere Wissenschafler sind Barnard, Ornish, Esselstyn, Fuhrmann, die tausende ihrer Patienten mit dieser Ernährungsform heilen konnten, und dennoch ist sie weit weniger bekannt als z.B. Rohkost-Ernährung – obwohl man bei reiner Rohkost so viele Fehler begehen kann und vielleicht auch viele „Gelüste“ hat, die einen immer wieder zurückfallen lassen oder dazu verführen, viele Trockenfrüchte (und damit zu viel Zucker) oder zu viele Gourmet-Rohkost (sehr fett, sehr verarbeitet) zu sich zu nehmen.

Ich möchte hier ein Zitat einfügen, aus dem Blog von Silke Rosenbusch vom 11.8.

„Dr. Michael Greger hat vor 3 Wochen erst einen Artikel geschrieben der heißt: Cancer and die Animal-to-Plant-Protein Ratio. Über den Zusammenhang von Krebs mit dem Verhältnis von Pflanzen- zu Tierprotein. Diesen Artikel leitet er ein indem er berichtet, dass es mittlerweile 8 Jahre her sei, seit seine Studie veröffentlicht wurde, in der Dr. Dean Ornish bewies, dass Prostatakrebs durch eine vegane, fettarme Ernährung rückgängig gemacht werden kann, Dabei hat man an Prostatakrebs erkrankten Männern sage und schreibe ein Jahr lang jede einzelne Mahlzeit nach Hause geliefert, weil es schlicht und ergreifend unmöglich ist ältere Männer dazu zu kriegen vegan und fettarm für sich zu kochen. Hingegen seien Männer scheinbar so faul, dass sie einfach alle essen, was man ihnen vorsetzt. Diese Männer waren alles solche, die sich geweigert hatten eine herkömmliche Prostatakrebstherapie über sich ergehen zu lassen. Insgesamt waren es 93 freiwillige mit einem PSA von 4 bis 10 ng/ml. Der PSA zeigt die Wachstumsrate des Krebs an. Im Vergleich dazu gab es eine Kontrollgruppe von Prostatakrebserkrankten, die sich normal ernährten, bei denen der PSA anstieg. Bei den Veganern fiel der PSA.

Dr. Greger hat auch ein Video darüber gedreht in welchem er sehr gut erklärt, was Ornish herausgefunden hat.

Hier werden Aufnahmen gezeigt von Tumoren der Prostat in vorher/naher Fotos, auf denen man sieht, dass der Tumor geschrupft ist und man hat parallel dazu Krebszellen in eine Petrischale gegeben und sie mit Blut der beiden Patientengruppen versetzt. Dabei zeigte sich, dass das Blut der normal ernährten Männer, dass Wachstum der Krebszellen um 10% unterdrücken konnte. Die maximale Leistung ihres Immunsystems. Das Blut der veganen Probanden hingegen unterdrückte das Krebszellwachstum um 70%. Auf moklekulargenitischer Ebene hat man im Zuge dessen raus gefunden, dass die Ernährung gewisse Gene runter reguliert und die Genexpression reguliert.

Eigentlich wollte Greger aber auf die Pflanzen/Fleisch Protein-Ratio hinaus und verlinkt später eine Studie über Blasenkrebs aus dem Jahre 2012 in welcher gezeigt wurde, dass eine Erhöhung von nur 3% an Tierprotein in der Nahrung mit einem 15% höheren Risiko assoziiert wird an Blasenkrebs zu erkranken, eine Erhöhung von nur 2% an Pflanzenprotein ging mit einem um 23% verringerten Risiko einher an Blasenkrebs zu erkranken.“