Die Kichererbse – Garbanzo – und vegane Ernährung

Die Kichererbse – eine Liebeserklärung, nicht nur für vegane Ernährung

Kichererbsen

Kichererbsen, angekeimt

Die Kichererbse hat nicht nur einen fröhlichen Namen, sie ist auch Namensgeber für meinen Shop, weil sie ein echtes Allround-Talent ist.  Echte Kicher, Römische Kicher, Venuskicher sind weitere Namen, die sie trägt. Dabei bedeutet „Kicher“ aus dem Lateinischen „Cicer“ eigentlich nur Erbse, so dass die Kichererbse „Erbsenerbse“ heißt. Eine Super-Erbse eben.

Der älteste Fund in Europa einer Kichererbse stammt aus der Türkei, er wurde auf 5400 v.Ch. datiert. In Kleinasien war sie lt. Wikipedia schon vor 8000 Jahren im Anbau, von dort kam sie nach Indien, wo sie bis heute in vielen Gerichten und als Heilmittel Verwendung findet. Zum Beispiel gilt sie in der Signaturenlehre auf Grund ihrer Ähnlichkeit mit einem Widderkopf als starkes Aphrodisiakum. Im Ayurveda werden Breiumschläge auf der Basis von Kichererbsenmehl und Honig verwendet.

Die Kichererbse

hat einen Eiweißgehalt von ca. 18-25% und beantwortet damit die Frage: womit deckt die vegane Ernährung den Eiweißbedarf? Außerdem enthält sie Lysin und Thronin sowie weitere essentielle Aminosäuren, Vitamine: B1, B2, C, D, E, A, Niacin, Folsäure und Mineralien: Eisen, Phophor, Zink, Mangan, Kalium, Kalzium, Magnesium. Insbesondere angekeimt kommen jede Menge Enzyme und Hormone hinzu, die Vitamine A und C vermehren sich um ein Vielfaches. Mit dem hohen Eiweiß- und geringem Kaloriengehalt ist sie ein echter Schlank- und Sattmacher.

Kichererbsen werden als Mehl, getrocknet oder gekocht in der Dose angeboten. Die Konserve verwende ich im Normalfall nicht, sie schmecken nicht besonders. Wenn man die getrockneten Hülsenfrüchte kocht, sollten sie mindestens 12 Stunden vorher eingeweicht  und vorm Kochen abgespült werden. Dann sind sie in wenigen Minuten bissfest gar. Sät man die angekeimten Erbsen in einen Blumentopf mit Erde, wachsen im Sommer kleine Pflänzen, die als Salat Verwendung finden.

Die Kichererbse verwende ich mehrmals wöchentlich – angekeimt sind sie mild nussig, als Ergänzung zum Salat oder zur Suppe. Gekocht ergeben sie die besten Brotaufstriche, wie z.B. Hummus (mit Olivenöl, Zitrone, Sesammus und Salz püriert). Das Mehl ist u.a. die Grundlage für Falafel. Weitere landestypische Gerichte sind in Spanien, der Türkei, Frankreich, Indien, Pakistan … bekannt. salad with chickpea

Der Sprossengärtner verwendet am besten ein Keimglas, weicht die Kichererbsen 18-24 Stunden ein, spült sie ab und lässt sie 2-3 Tage wachsen, unter mogendlichem und abendlichem Spülen.  Mehr ist nicht zu beachten, außer, dass jeder, der vorbeigeht, gerne ein paar nascht. Im Kühlschrank halten sie sich dann noch weitere 3-4 Tage, danach sollten sie verbraucht sein, und da sie überall dazupassen, sind sie das dann auch.

Mein Kichererbsen-Rezept aus „Lilli Vegetarische Pasten selbermachen“ für eine leckeren, veganen oder vegetarischen Brotaufstrich:

100g Kichererbsen 24 Stunden einweichen, abspülen, mit frischem Wasser zum Kochen bringen und 8-10 Minuten kochen. Kurz abkühlen lassen. Dazu kommen:

1 kleine feingeschnittene Zwiebel, 1/ TL Kümmel gemahlen, 1TL getrocknetes Basilikum, 1 TL getrocknetes Estragon, 2 Esslöffel Hefeflocken, Salz, Chili

außerdem für Vegetarier: 2 Esslöffel Butter, 50 g Hartkäse gerieben und für Veganer: etwas Curry, 1 Esslöffel Hefeflocken, 2 Esslöffel Olivenöl oder Almsana

Alle Zutaten mit Standmixer pürieren oder einer Gabel zerdrücken, mit Pfeffer und Salz abschmecken – Guten Appetit.

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Und wo gibt es Kichererbsen? Natürlich im Garbanzo-Shop, aber mittlerweile auch in allen Bioläden und in gut sortieren Supermärkten.

 

Alles Liebe

Cornelia Bölter